Die Hand reichen


"Gib mir deine Hand", sagt das Pferd. Zögerlich streckt die Frau die Hand aus. "Ich zieh dich aus dem Sumpf." "Welcher Sumpf denn?" fragt die Frau. "Derjenige, wo du drin stehst," sagt das Pferd. Die Frau schaut nach unten. "Ich sehe nichts." "Ja, eben," sagt das Pferd. Deshalb bin ich ja da. "Um dich raus zu ziehen, damit du den Unterschied spürst. Dann merkst du, dass du die ganze Zeit im Sumpf warst." Das Pferd streckt seinen langen Hals zur Frau hin, sie klammert sich darum und es zieht sie raus.

"Wow", sagt die Frau. "Wie unglaublich schön es hier ist! Soviele Blumen, Schmetterlinge, Bäume, lachende Menschen. All die Tiere, die rumlaufen. Alles ist so leicht. Wunderbar!" "All das war vorher auch da," schmunzelt das Pferd mit liebevollen Augen. "Aber du wolltest gerne im Sumpf bleiben. Und von da aus siehst du das alles nicht."

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