Osterritt 2006

Wanderreiten in der Innerschweiz

Schweizer Berge, Seen und historische Denkmale
Auf Sandwegen der Reuss entlang schlendern, das Hochmoor von Rotenthurm durchstreifen, zu Pferd das uralte Kloster Einsiedeln besuchen, im Ägerisee ein Bad nehmen, den Standort der Schlacht von Morgarten begutachen, beim "Mc Drive" ein "Pferde-milkshake" bestellen - und das alles mit einem Hintergrund der Schweizer Alpenlandschaft.
Bei diesem 6-tägigen Wanderritt durch die Zentralschweiz fehlt es nicht an Abwechslung. Geritten wird zwar nicht schnell, da alles Gepäck der ganzen Woche auf den Pferden festgepackt ist. Doch umso intensiver werden die verschiedenen Hügel- und Seenlandschaften wahrgenommen, in Zeitlupe eben, wie zu alten Zeiten.
Dieser Ritt ist für unkomplizierte Reiter ohne Eile, die gerne mehr über das Zusammensein mit dem Pferd lernen wollen, über das korrekte Bepacken von Wanderreitpferden und über das Wanderreiten selber - eine ganz spezielle Lebensform.
Geschlafen wird mal unter freiem Himmel, mal auf dem Heustock, bei schlechten Wetter im Massenlager oder im Pferdestall.
Und auch eine Übernachtung im Kloster Einsiedeln kann organisiert werden.

1. Tag: Buchrain - Rotkreuz
Wir beginnen den Ritt mit einem nicht allzu langen Tag, um uns an die Pferde und die Sättel zu gewöhnen. Von Buchrain aus geht es über den Inwiler Berg mit schöner Aussicht über die Alpen nach Sins. Da überqueren wir die Reuss über die alte Zollbrücke und reiten dann am Reussufer entlang ein Stückchen zurück richtung Rotkreuz, wo wir in einem Wyler im Pferdestall übernachten.

2. Tag: Rotkreuz - Ägeri
Dieser Tag ist der längste und wir gehen schon früh los, damit wir in aller Ruhe um das dicht besiedelte Gebiet des Zugersees reiten können. Meistens sind wir auf Wanderwegen unterwegs und treffen dann auf die Lorze, welcher wir entlang reiten, bis wir auf den Zugerberg kommen. Von diesem aus hat man eine prächtige Aussicht. Am Fusse des Zugersees im Ägerital wartet die 2. Unterkunft auf einem ländlichen Reistall bereits auf uns.
Dort geniessen wir ein reichliches Abendessen und am nächsten Morgen ein stärkendes Buurezmorge, während sich die Pferde auf einer grossen Weide ausruhen.

3. Tag: Ägeri - Einsiedeln
Diesen schönen Ort verlassen wir nur ungern, doch einem erfrischenden Morgenbad im Ägerisee ist auch nichts entgegen zu setzen.

Danach gehts am See entlang nach Morgarten, wo sich im Jahre 1315 über 1500 Eidgenossen gegen doppelt soviele Habsburger verteidigt haben und sie sogar in die Flucht treiben konnten. Übrig geblieben von der glorreichen Schlacht ist "nur" ein Denkmal und ein Naturschutzgebiet.
Bei Morgarten fängt für uns dann der Aufstieg an: der Panoramaweg führt zuerst sehr steil hinauf. Dies lohnt sich aber, denn während der ganzen Zeit hat man eine grandiose Aussicht - zuerst über das Ägerital, danach über die Hochebene von Rothenturm auf der anderen Seite. Danach gehts noch einmal durch den Wald hinauf bis man nach Einsiedeln runter blicken kann und neben der enormen Skispringer-schanze vor allem eines sieht: das riesige Kloster, welches seit vielen Jahrhunderten zahlreiche Pilger und Touristen anlockt. Hinter dem Kloster befinden sich die Klosterställe der Pferde, dem ältesten Gestüt Europas, das allerdings kaum mehr als Gestüt funktionniert. Wir reiten die lange Pilgerstrasse mitten durch Einsiedeln an den Cafés vorbei bis zu den Klosterstallungen.
Hier kann auch in einem Mönchszimmer übernachtet werden.

4. Tag: Einsiedeln - Schönenberg
Nach dem historischen Abstecher geht es wieder über Berg und Tal. Am Sihlsee entlang über den Etzel und die Tüfelsbrücke gelangen wir auf einen steilen Wanderweg, der richtung Schönenberg führt - unserem nächsten Halt.
Auf dem Weg runter haben wir den dicht besiedelten Zürichsee vor uns und weiter vorne den Hirzel, den es morgen zu überqueren gilt.
In und um Schönenberg wimmelt es von Pferden. Im Stall Korrodi finden auch stolze 55 Unterkunft - plus unsere Vierbeiner für eine Nacht. Hier können wir duschen und im Massenlager übernachten, falls es schlecht Wetter ist.

5.Tag: Schönenberg - Mettmenstetten
Und schon geht es wieder heimwärts, was auch die Pferde merken und ihren Schritt verlängern. Zuerst müssen wir aber die viel befahrene Hirzelstrasse überqueren, was kein Problem ist. Und oft sind wir zu Pferd fast noch schneller als die im Stau stehenden Autos. Beim Knotenpunkt Sihlbrugg, wo wir verschiedene Strassen überqueren müssen, um auf die andere Hügelseite zu gelangen, gönnen wir uns im Mc Donalds ein Eis und reiten durch den "Mc Drive". Bis nach Mettmenstetten gibt es vor allem viel Grün zu sehen, schöne alte Bauernhäuser und die seit Jahrzehnten im Bau stehende Autobahn nach Zürich.
Unser Ziel heute Abend ist ein idyllisches Örtchen ausserhalb Mettmenstetten, wo glückliche Schweine, eine Herde Pferde und Schafe, ein paar schottische Hochlandrinder und viele Katzen auf uns warten.

6.Tag: Mettmenstetten - Buchrain
Bereits gehts dem Ende zu. Wir reiten von dem kleinen "Bio-Zoo" weg durch ein Naturschutzgebiet an die Reuss und dann am Ufer entlang bis nach Sins, wo wir schon vor 5 Tagen die Zollbrücke überquert haben - allerdings in die andere Richtung. So schliesst sich der Kreis. Wir nehmen aber einen andern Heimweig und bleiben die ganze Zeit an der Reuss, wo uns schöne Reit-sandwege bis nach Hause führen.

Daten: flexibel
Mindesteilnehmerzahl: 2
Reitniveau: der Ritt ist auch mit wenigen Reitkenntnissen möglich, allerdings muss die Gruppe homogen sein, auch Familien sind willkommen.
Kondition: eine minimale Kondition ist Voraussetzung, da wir zwischendurch auch mal absitzen und laufen, um die Pferde zu schonen.
Kosten: auf Anfrage, abhängig von der Teilnehmerzahl

 

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