Durch die Bergen und Wälder Kataloniens
Willst du einige Tage hautnah mit Pferden und Natur verbringen? Pferdeschweiss und Waldluft einatmen? Eine Nacht unter freiem Himmel geniessen? Mit den Pferden zusammen auf einer Weider frühstücken? Einfach mal die Welt vergessen und nur mit dem Puls des Pferdes atmen? Mit müdem Hintern zu Bett gehen und durch Pferdeschnauben geweckt werden?
Bereite deinen Hintern auf 5-8 Stunden Reiten pro Tag vor!
Kleingruppen und persönliche Betreuung gesichert
Dieser Trek eignet sich für Leute, die dem Rhythmus der Zeit entschwinden möchten, welche neben dem Reiten auch den direkten Kontakt zu den Pferden schätzen und welche die Natur von nächster Nähe geniesse möchten.
Die Pyrenäen charakterisieren sich durch grosse Höhenunterschiede. Das Gelände ist eher steinig und trocken und mit viel Nadelwald besetzt. Deshalb wird eher langsam geritten. Kleinere Weiten kann man durchaus zum galloppieren nutzen. Da wir aber viele Stunden im Sattel sitzen, wird die Energie der Pferde eher sparsam eingesetzt.
Reitniveau / Kondition: Schwierigkeit kann den Kundenwünschen angepasst werden, auch weniger geübte Reiter sind willkommen. Es wird auch mal abgestiegen, eine minimale Kondition des Reiters ist wünschenswert.
Teilnehmer: mind. 3, max. 6
Pferde: Bergpferde mit ca. 1.50m Stockmass
Beispielwoche (das Programm kann etwas variieren je nach Wetter und Niveau der Reiter)
1. Tag:
Ankunft. Sein Pferd und unsere Reitweise kennenlernen in einem 2-3-stündigen Ausritt durch den Wald und das Dorf Sant Juliá. Zeltnacht auf der Pferdeweide.
2.-6. Tag:
1. Etape: Sant Julià de Cerdanyola – Les Eres de Guardiolans
Auf geht's! Nach einem steilen Aufstieg beginnt ein kleiner Weg hinunter in die Bergwelt des "Berguedas" mit steilen Felswänden, Wäldern und verlorenen aber gut erhaltenen Dörfern. Der erste Tag ist recht lang, aber sehr abwechslungsreich.
2. Etape: Les Eres - Sant Jaume de Frontanyà
Die heutige Etape ist kürzer und lässt mehr Zeit übrig für Fotos und Pausen in der Natur. Unser Ziel ist Sant Jaume de Frontanyá, ein romanisches Dorf mit einer der wichtigsten romanischen Kirchen der Region. Der Weg geht manchmal durch allerkleinste "Schleichwege", dass man das Gefühl hat, mein sei meilenweit weg von jeglicher Zivilisation.
3. Etape. Sant Jaume - Xalet Gaudí
Unser Ziel heute ist das vom berühmten Künstler-Architekten Gaudí erstellte Chalet mitten im Wald, welches eingeschlossen ist zwischen Felsen und schönen Aussichten. Auf dem Weg lassen grüne Wiesen auch mal einen erfrischenden Galopp zu.
4. Etape: Xalet Gaudí - Refugi d'Erols
Die Morgen-Strecke führt uns durch einen turistisch interessanten Weg mit Aussichtspunkt über die Täler des Berguedá. Der Tag ist streng und von Höhenunterschieden geprägt und führt abwechslungsweise durch kleine Wege, Dörfer oder verlassene Bergstrassen bis zur verlassen Berghütte Erols.
5. Etape: Refugi d'Erols - St. Julià de Cerdanyola
Am letzten Tag heisst es wieder absteigen in die Zivilisation, durch Täler und verlassene Wege. Wir kommen am "Coll Roig" vorbei, was übersetzt roter Pass bedeutet. Der Name kommt von der roten Erde, die kuriose Sandpyramiden bildet. Danach geht es hoch über die Berge mit einer aussergewöhnlichen Aussicht wieder runter zum Fluss, wo Pferde und Reiter eine Abkühlung geniessen, bevor der sehr steile Austieg nach St.Juliá den krönenden Abschluss bietet. Nach einem langen Tag erreichen wir wieder die Heimatweide, wo wir unseren Rucksack auspacken können.
7. Tag:
Abschied. Letzte Zeltnacht, um das Pferdeschnauben vom Bett aus zu geniessen.
Termine 2008
noch zu bestimmen
Preis 6 Nächte: 720 Euros/Person.
Enthält Reitprogramm, persönliche Betreuung, Unterkunft in Gasthäusern und Zelt, Vollpension.
Hinreise nicht inbegriffen. Wir empfehlen jedem Reiter den Abschluss einer interationalen Unfallversicherung, falls diese nicht in der üblichen Unfallversicherung inbegriffen ist.
Konkrete Informationen über die Pyrenäen.
Klima
Das Klima in den Pyrenäen ist im Winter recht rauh, im Sommer sehr warm. Im Frühling regnet es zeitweise oft, nicht aber so im Herbst. Der Oktober ist meist ein trockener Monat mit Temperaturen um die 20 Grad Celsius. Nur kann man das leider bei der Klimaveränderung nie genau vorhersagen, Regenschutz und Sonnenschutz muss in den Bergen immer mitgetragen werden!
Leute und Kultur
Der Wanderritt wird in den katalanischen Pyrenäen durchgeführt. Da ist das Bergvolk schon eher etwas speziell und man tut gut daran, sich als Ausländer immer lächelnd an die Einheimischen zu wenden. Dann sind die Leute aber auch sehr hilfsbereit und zugänglich.
Katalanen bezeichnen sich NICHT als Spanier, sie sind ein unabhängiges Volk und identifizieren sich in keiner Weise mit den Spaniern. Trotzdem spricht jeder Katalan ein mehr oder weniger reines Spanisch. Mit Englisch schägt man sich eher schlecht durch.
Die Kultur ist nicht grundlegend anders als bei uns, basiert aber auf einem spanischen Rhythmus: der normale Tag beginnt bei den meisten Leuten so um 9 Uhr. Mittag ist um 14 uhr, Siesta bis 16 Uhr, im Sommer 17 Uhr, und am Abend geht das Leben wieder los bis 20 Uhr (Ladenöffnungszeiten). Zu Bett geht man eher spät.
Zudem ist der Lebensstandard in den Pyrenäen nicht sehr hoch. Die Leute sind eher arm und anspruchslos. Sie leben ohne unseren gewohnten Konfort. Dies beisst sich etwas mit dem Tourismus, der nun dieses Bergvolk überschwemmt. Leider entstehen nach und nach mehr Ferienhäuser von vor allem neureichen Leuten aus Barcelona. Da treffen also sehr reiche, verwöhnte Menschen auf ein simples, genügsames Bergvolk, was logischerweise nicht zu einer angenehmen Athtmosphäre führt.
Ich bin mit meinen Wanderritten immer bestrebt, mich zuerst mit den Leuten vor Ort gut bekannt zu machen, damit sie mich als eine von ihnen sehen und nicht als irgendeinen Touristen.
Pferde und Sättel
Bei den Reitpferden handelt es sich um spezielle Kreuzungen von Bergpferden mit spanischen Einflüssen. Das ergibt ein genügsames, unkompliziertes und eher ruhiges Pferd, was auch notwendig ist, denn in den Bergen wird meist langsam geritten, dafür lange Zeit und über schwieriges Gelände.
Es wird nicht ein spezieller Typ Sattel benutzt. Jedes Pferd hat einen anderen Typ Sattel, das reicht von Westernsättel über spanische oder argentinische Sättel.
Geritten wird nicht auf eine spezielle Art. Wichtig ist, dass die Zügel locker gehalten werden, dass der Reiter sich in kritischen Situationen durchzusetzen vermag und dass man entspannt auf dem Pferd sitzen kann. Ein gutes Gleichgewicht ist von vorteil, weil es zum Teil schon steil rauf oder runter geht.
Auch ist eine minimale Kondition des Reiters wünschenswert. Wir steigen nämlich auch ab und zu ab, um das Pferd zu entlasten und unseren Körper wieder mal selbst etwas in den Schwung zu bringen.
Ausrüstung
Wir bitten die Teilnehmer, sich bei ihrer Ausrüstung auf das Nötigste zu beschränken. Wir werden während des Tages jeweils das Picknick und die wichtigsten Sachen jedes Reiters wie Fotokamera, Sonnencréme, Regenschutz auf dem Pferd mitführen. Der Rest des Gepäckes wird jeweils im Auto an die Schlafstelle gebracht.
Nicht vergessen: Schlafsack, Liegematte, Reithut, bequeme Schuhe zum Reiten und auch Laufen, ev. Chaps, gute Regenausrüstung, Reithose oder Hose ohne Innennaht, Sonnenschutz.
Versicherung
Wir treffen alle nötigen Vorsichtsmassnahmen, um Unfälle zu vermeiden. Trotzdem bitten wir Sie, sich allenfalls für Reitferien im Ausland zu versichern. Fragen Sie in Ihrem Reisebüro nach.
Essen und Schlafen
Wir essen entweder in den Berghäusern, wo es normalerweise ein vorgegebenes Menu gibt mit 2 Gängen und Dessert, oder kochen selber (mein Freund Derek hat eine Kochausbildung). Die katalanische Küche ist reichhaltig und schmackhaft.
Falls Sie Vegetarier sind oder spezielle Ansprüche ans Essen haben, bitten wir Sie, uns dies rechtzeitig mitzuteilen.
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