Caroline Wolfer

„Mein Vorteil ist, dass ich nicht studiert habe und die Dinge rein über das Erleben erarbeite und überprüfe. Hätte ich studiert, so wäre meine Sicht schon längst verbaut gewesen, und ich wäre bestimmte Wege gar nicht erst gegangen.“ Der Weg, der Roland Plocher, („intuitiver Wissenschaftler“) beschreibt , ist der Weg, den ich mit  Pferden gehe. Stets habe ich mich mehr Pferd gefühlt als Mensch, was es mit Pferden einfach machte und mit Menschen zum Teil schwierig. Erst als mich „problematische“ Pferde dazu „anstiessen“, Menschen zu helfen, mit Pferden umzugehen, wurde mir klar, was Mensch sein eigentlich bedeutet. Seither lerne und lehre ich Mensch zu sein, um Pferden und Menschen ganz natürlich als mich selbst zu begegnen, ohne Auferlegungen der Aussenwelt oder diejenigen meines Verstandes…

Was ich heute bin, war ich nicht, als ich im 2001 in Spanien Natural-horses gegründet habe.  Und als ich den Slogan „Become aware of yourself“ hinzufügte, wusste ich selbst noch gar nicht, was dies einmal bedeuten sollte. Mittlerweile habe ich eine kleine Ahnung davon. Auf meinem  Weg haben mich immer Pferde begleitet. Auch wenn ich nicht aus einer Pferdefamilie stamme, konnte niemand verhindern, dass sie zu meiner Leidenschaft, meinem Beruf und meinem Lebensinhalt wurden.  Sie haben mich gelehrt, dass alles möglich ist, wenn man daran glaubt.  Dass ich keine Ausnahme bin, sondern ich das allen vermitteln kann, die dafür offen sind. Also hab ich meinen unkonventionellen Werdegang in einem Buch angefangen nieder zu schreiben, um andere zu ermutigen, ihren Weg zu finden. Daraus einige Eckdaten:

Eigentlich „bin“ ich Primar- und Sportlehrerin – auf dem Papier.  Mein grosses Interesse galt aber stets den Pferden und der Natur und was ich davon lernen und anderen Menschen weiter geben kann. Mir schwebte  immer ein anderes Bild von Pferden vor, als was man in einer Ausbildung vermittelt bekam. Also machte ich mich in verschiedenen Ländern auf die Suche nach diesem „Bild“. Zuerst lernte ich in Irland den Rennreitsport kennen. Darauf folgten Aufenthalte in England und Kanada im Jagd- und Militaryreiten, bevor es in der Schweiz mit klassischer Dressur weiterging. Das meiste, das ich sah, diente mir vor allem dazu, zu erkennen, dass ich  einen anderen Weg gehen wollte. Mit viel autodidaktischer Analyse, Versuch und Irrtum, Umkehren und Weitergehen und dank zahlreicher wilder und domestizierter Pferde entstand schlussendlich eine eigene Ausbildungspraxis für Pferd und Mensch, die sich mit jeder neuen Begegnung weiter entwickelt.

2001 ritt ich mit meinen zwei Pferden nach Spanien, wo ich einen Reitbetrieb aufbaute und ihn Natural-horses nannte. Lebensumstände brachten es, dass ich 2005 wieder in die Schweiz  zurück ritt (Equiaventura 05) und sich somit nicht nur der Ort von Natural-horses, sondern auch die Ausrichtung verschob: Durch die vielen Erfahrungen hatte ich selber gelernt, dass Pferde die eigene Persönlichkeitsentwicklung und  das Bewusstsein sehr schnell vorantreiben, wenn man es zulässt. Abstecher nach Argentinien brachten mich erstmals im 2008 den Gauchos näher, bei denen ich einige Monate lebte und verschiedenartige Erfahrungen sammelte. Darauf entschied ich mich, in Argentinien Kurse zu geben, wie man Pferde ohne Gewalt einreiten kann., was ich bis heute jedes Jahr während rund drei Monaten leidenschaftlich weiter verfolge. Seit 2005 organisiere ich  Wanderritte in der Schweiz, Spanien und in Argentinien, da ich die Erkenntnisse, die ich  auf verschiedenen längeren Ritten erworben habe, mit anderen Menschen teilen möchte.  2009 erkundete ich in drei Wochen durch die Elsässer Weinstrasse bis nach Montabaur. 2010 umrundete ich die Schweiz mit dem Projekt „Pferdeabenteuer Helvetia – 100-Tagesritt durch die Schweiz“. Auf den zirka 2600 Kilometern lernte ich vieles, was ich heute nicht mehr machen würde und deshalb entschied ich mich, Wanderreitseminare zu geben, damit andere Reiter die gleichen Fehler nicht zu machen brauchen.

Schreiben ist eine weitere Leidenschaft von mir (siehe Downloads), denn durch Geschriebenes kann ein breites Publikum Zugang bekommen zu neuen Anregungen, um dann vielleicht selbst etwas Kleines umzusetzen, für sich oder für sein Pferd.

Was ich vemittle, habe ich selber durchlaufen und erfahren.  Deshalb weiss ich, wie es sich anfühlt. Und deshalb vermittle ich in erster Linie nicht Methoden, sondern bewusste Wahrnehmung des Momentes und intuitives Entscheiden und Tun.  Denn Methoden stossen irgendwann an Grenzen, und Grenzen gibt es nur im Kopf, nicht aber in der Intuition oder im Herzen.

 Pferde, die mich sehr stark geprägt haben:

With Flair (2003-2016) Ich habe ein riesengrosses Herz und soviel Mut, der mich trotz meiner langen Beine und meinem nicht-wanderreitmässigen Körper über jeden Berg kommen lässt. Ich mache es einfach mit dem Kopf. Genau dieser willensstarke Kopf macht es aus, warum ich mich nicht von jedermann reiten lasse. Dafür muss Jemand schon sehr vertrauenswürdig und klar sein. Ich helfe den Menschen, dies zu werden, falls ein Defizit besteht. Ich habe meine Aufgabe auf der Erde bereits erfüllt und stehe jetzt andersweitig zur Verfügung. 
Reina (1997)Reina (1997) Ich bin Sensibilität in Pferdeform und das Aushängeschild des natürlichen Reitens. Früher wollte ich mich nicht einreiten lassen, weil ich den Menschen überhaupt nicht vertraute. Mittlerweile macht mir die Arbeit aber Spass, Menschen in die allersubtilsten Feinheiten des Pferdedaseins einzuführen und ihnen unsere Sprache näher zu bringen.
Lupo (2002) Auf den ersten Blick verwechseln mich die Leute oft mit einem Knuddelbär, weil ich gerne ihren Raum betrete. Sie denken dabei aber menschlich und vergessen, dass ich damit nur abchecken will, wie ranghoch und wie klar sie sind.  Wenn Menschen mit mir nicht klar sind, zeige ich ihnen das sehr offensichtlich in meinem Lieblingssprichwort: „Wahre Liebe hat nichts mit lieb sein zu tun! Wahre Liebe ist glasklare Klarheit und Ehrlichkeit.“
Nando (1992-2015) Ich hatte ein hartes Leben als Rennpferd, vor allem auch, weil ich überhaupt keinen Wettkampfcharakter habe. Mir ist es doch wurscht, wer gewinnt, Hauptsache ich bekomme viel Futter und muss mich nicht allzu sehr anstrengen. Jetzt geniesse ich mein ruhiges Dasein mit meinen Kollegen und überwache die Herde mit meinem feinen SEIN, welches Harmonie und Ruhe ausstrahlt.
Xaloc (2006) Hoi zäme, Xaloc ist mein Name. Als ich im 2006 geboren wurde, bennannte man mich nach dem Wind, weil ich anscheinend so schnell auf meinen langen Beinen stand und bereits am 2. Tag meiner Mutter auf der Weide wie ein Wirbelwind davon rannte. Mittlerweile bin ich zwar schon etwas älter, weiss aber trotzdem meist nicht wohin mit meiner vielen Energie. Dabei meine ich das gar nicht böse, wenn ich den Kopf durch die Luft wirble.
Salva (29.4.1983 – 6.2. 2010) Ich war die Herdengrossmutter und Jedermann dachte, dass ich viel jünger aussehe als ich bin. Dies jedenfalls bis einige Monate vor meinem Tod, wo ich noch gegen meine Darmkrankheit ankämpfte und nicht mehr so schön aussah wie früher. Ich war zwar die Kleinste, aber dafür trickste ich sowohl Pferd als auch Mensch immer wieder aus. Vor allem im Frühling schlüpfte ich immer wieder unter den Weidebändern durch, um das frische Gras zu fressen. 
Nun bin ich in den Pferdehimmel aufgestiegen und leuchte als kräftigen Stern auf alle meine Menschen- und Pferdefreunde herab – und beobachte natürlich, ob alles mit rechten Dingen zu und her geht. 
Silver (2003) Ich bin der erste in der Rangordnung – immer! Und das kann mir auch niemand streitig machen, denn ich diskutiere nicht. Ich bringe den Menschen bei, wie man mit Klarheit, Konsequenz, Fairness und Wertschätzung führen kann, anstatt mit Druck und Agression. Am liebsten lehre ich das den Menschen auf Wanderritten.
Alma

Ich bin Alma, was Seele heisst. Ich war ein Wildpferd in Patagonien. Jetzt hab ich mich dazu entschlossen, mich einem Menschen anzuvertrauen, denn ich habe gemerkt, dass dieser Mensch mich genau gleich wild lässt, wie ich war als ich ohne Menschen lebte. Deshalb hab ich mich ohne Widerstand einfangen und einreiten lassen. In der Zeit, wo Caroline nicht bei mir ist, lebe ich in Freiheit.

Ilusión

Ich bin Ilusion, eine Criollostute und vor allem Leitstute. Ich habe zu Caroline gefunden, damit ich mit ihr zusammen Natural-horses in Argentinien verbreiten kann, damit es den Leuten hier bewusster wird, was die Essenz eines Pferdes ist und wie man mit ihr gewaltfrei umgehen kann, aus der Sicht der Leitstute. Auf diesem Foto hab ich gerade die argentinischen Anden überquert, mit Hufschuhen, um den Gauchos zu zeigen, dass Hufeisen nicht nötig sind…

Sueño

Ich bin ein Wildpferd und lebe in Feuerland. Da hatte ich die erste Begegnung mit einem Menschen. Caroline hat mich auf einem Wanderritt gesichtet und ich liess mich einfangen und mitnehmen. Sie hat mich wieder frei gelassen, aber ich bin nach einigen Ausreissabenteuern doch wieder zur Herde zurück gekehrt. Ich bin die Verkörperung ihres Mädchentraumes vom schwarzen Hengst. Ich zeige auf, dass Träume durchaus gelebt werden können…

 

info@natural-horses.com                                                                                                                           AGB                                 mivergel.com.ar / SF IT
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